In der langen Geschichte der Frima Frowo sind - insbesondere in der Nachkriegszeit - einige ungewöhnliche Details an Laternen zu bewundern, die bei anderen Herstellern so nicht zu finden sind.
Der Grund dafür ist darin zu suchen, dass Frowo als kleiner Hersteller die Lücken finden mussten, die die großen Hersteller nicht besetzen wollten. Außerdem war Frowo stärker von Problemen bei der Rohmaterialversorgung betroffen als die westlichen Mitbewerber.
So sind im Laufe der Zeit einige ungewöhnliche Modelle entstanden, die ich hier vorstellen will.
Bei dieser Frowo 55 wird als Schrifttyp für die Tankbeschriftung eine Schreibschrift mit Anführungszeichen verrwendet. Warum diese Schrift verwendet wurde ist nicht bekannt. Es kann sich hier auch nicht um einen Einzelfall handeln, da inzwischen Dank netter Sammlerkollegen sich mehrere dieser Laterne in meinem Besitz befinden.
Die braune Farbe ist die originale Lackierung, wie ich inzwischen an einer Frowo 333 mit Herstelleraufkleber nachweisen konnte.
Mir liegt ein Freistempleraufdruck von 1954 vor. Dort wurde der gleiche Schriftzug verwendet.
Inzwischen ist eine größere Zahl dieser Laternen aufgetaucht. Es ist somit zu vermuten, dass sie über einen längeren Zeitraum oder kurz in größeren Mengen produziert wurden.
Laternen mit zusätzlichen Verschluss
Bei einigen Laternen wurde ein zusätzlicher Bügel montiert, der wahrscheinlich die Laterne gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen schützen sollte. Dieser Bügel klemmt sich unter die obere Halterung des Bandeisenhebers. Ein praktischer Versuch zeigte, dass diese Vorrichtung auch gegen ein absichtliches Öffnen der Laterne schützt. Der Bügel wird so heiß,dass mit bloßen Händen ein Öffnen nur mit Brandblasen möglich ist. Nachgewiesen ist dieser Verschluss bisher bei Nachkriegsversionen der Frowo 435 und 105. |
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Laternen mit "unverlierbarem" Brennerhut
Bei einigen älteren FROWO-Laternen ist der Brennerhut so mit der Laterne verbunden, dass er nicht verloren werden kann.
Dies geschieht mit Hilfe von einen Draht, der durch eine umgebogene Lasche am Brennerhut gezogen und über zwei Löcher mit der Brennerkammer der Laterne verbunden wird.
Auf der anderen Seite ist eine kleine Vertiefung in den Brennerhut geprägt, die an einem Gegenstück der Laterne einrastet.
Bisher ist dieses Merkmal nur an FROWO Dixie und an alten FROWO 420 nachgewiesen. |
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