FROWO - Geschichte einer Metallwarenfabrik

Hallo und Willkommen auf dieser Web-Seite!

Ich habe hier die Informationen über die Firma Fröhlich & Wolter (FROWO) in Beierfeld (Sachsen), die ich seit 2006 zusammengetragen habe, aufbereitet und zu Ihrer Information bereitgestellt.

Die Geschichte der Firma FROWO spiegelt über 100 Jahre deutsche (Industrie-) Geschichte mit allen Höhen und Tiefen wieder.

Die Firma wurde in Jahre 1878 von Hermann Fröhlich gegründet. Zunächst wurde sie als kleine Familienklempnerei geführt. Sie wuchs in den folgenden Jahren und Jahrzehnten langsam, aber stetig.

1912 erfolgte die Firmenübergabe an Rudolf Fröhlich und Erich Wolter. Die Firma wurde in Fröhlich & Wolter umbenannt.

Danach folgten die schwierigen Jahre des I. Weltkriegs und der Wirtschaftskrise, die jedoch erfolgreich gemeistert wurden.

1926 erfolgte dann die Eintrag des Namens, unter dem die Firma bis heute bekannt ist

 - FROWO -

Ebenso wurde das bekannte Markenzeichen, der (Schäfer-)hund mit Laterne, eingetragen. Die häufig verwendete Bezeichnung "Wolf mit Laterne" ist sehr wahrscheinlich nicht zutreffend.

In den Jahren vor dem II. Weltkrieg war die Firma weiterhin auf dem Wachstumspfad. Immer in enger Konkurrenz mit der ebenfalls in Beierfeld beheimateten Firma Nier - Feuerhand. Die Firma Feuerhand hat die Firma FROWO in fast ihrer gesamten Geschichte als übermächtiger Mitbewerber begleitet (ca. 10-facher Umsatz) und die Firma FROWO gezwungen sich Nischen zu suchen, in denen sie sich weiterentwickeln konnte.

Im II. Weltkrieg mussten alle Laternenproduzenten auf die Produktion von kriegswichtigen Gütern umstellen. Im zweiten Drittel des Krieges kam die Laternenproduktion wegen fehlender Materialzuweisungen endgültig zum Erliegen.

Mit dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches kam die große Chance der Firma FROWO. Die Betriebsgebäude waren unzerstört, eine eingearbeitete Restbelegschaft und der Maschinenpark waren vorhanden. Auf Basis dieses Grundstocks hatte die Firma FROWO einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen deutschen Mitbewerbern auf dem Laternenmarkt, die erst Anfang der 1950er Jahre mit der Laternenproduktion (wieder) begannen.

Ein großer Bedarf war vorhanden, jedoch es fehlte an Material. Aus diesem Dilemma kam man jedoch mit Findigkeit und der Hilfe von Restbeständen und Produktions-abfällen heraus.

Schon bald konnte man wieder produzieren und auch exportieren. Es wurde bis auf wenige Ausnahmen das gesamte Vorkriegsprogramm weiter hergestellt. Diese Anfangserfolge waren jedoch nicht von langer Dauer. Bald zeigten sich die Schwierigkeiten, die eine Privatfirma in einer sozialistischen Planwirtschaft hatte, sehr deutlich.

Die kommenden Jahre und Jahrzehnte waren geprägt von einem ständigen Kampf um Material und gegen eine Einmischung des Staates. Dieser Kampf war jedoch auf die Dauer vergeblich. 1972 wurde die Firma zwangsverstaatlicht. Die Ausrichtung der Firma FROWO erfolgte immer stärker in Richtung auf den Bau von Zulieferteilen für die Automobilwirtschaft.

Das Ende kam mit der Wiedervereinigung und der Einführung marktwirtschaftlicher Strukturen. Am 31.03.1994 wurde die Liquidation der Firma FROWO abgeschlossen. Somit endete die Geschichte der Firma Fröhlich & Wolter in Beierfeld (Sachsen).

Ein Wort in eigener Sache!

Bitte beachten Sie, dass die Informationen dieser Seite meinen aktuellen Wissensstand in Sachen FROWO wiederspiegeln. Ich habe nur Informationen verwendet, für die ich auch Quelle angeben kann. Vermutungen und Spekulationen habe ich auch so benannt.

Es ist jedoch unvermeidlich, dass jederzeit neue Erkenntnisse neue Schlussfolgerungen bedingen. Diese Seite wird sich also weiterentwickeln und verändern.

Sollten Sie Fehler oder Unklarheiten bemerken,so teilen Sie sie mir bitte mit. Ebenso, wenn ich unbeabsichtigt die Rechte Dritter verletzt haben sollte.

Am Anfang verwende ich zur Illustration die Bilder, die ich in im Moment besitze. Ich beabsichtige jedoch in den kommenden Monaten meine Belegexemplare zu fotografieren und hier vorzustellen - dies wird aber noch einige Zeit dauern.

Dank

Diese Webseite wäre ohne die Unterstützung anderer nicht möglich gewesen.

Insbesondere danke möchte ich Herrn Ludwig van Bernum (der Jüngere), der mir bereitwillig die Informationen aus den Firmenarchiv zur Verfügung gestellt hat.

Ebenso bin ich Herrn Thomas Brandenburg, dem Heimatpfleger der Gemeinde Beierfeld, zu Dank verpflichtet. Er hat mir einen weiteren Grundstock an Informationen geliefert. Es freut mich, dass im Gegenzug auch einige meiner Ergebnisse in seiner Veröffentlichung ihren Platz gefunden haben.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die beiden Sammlergruppen, denen ich angehöre. Dort wurde ich nach Kräften bei meinen Arbeiten unterstützt.

Ich hoffe, Sie können einige neue Aspekte aus dieser Seite gewinnen.

Hans-Werner Jehn

Stand: 08.07.2010